leo hillinger
MutCast mit Leo Hillinger
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mutlos glücklich
Mutlos glücklich
31. Oktober 2017

Mut – Courage zu handeln trotz Angst

Erinnert ihr euch noch an die Zeit wo Ihr angstfrei das Leben genossen habt?

Ich auch nicht. Immerhin war ich vielleicht 3 oder 4 Jahre alt als mir dir ersten Ängste anerzogen wurden.
Richtig jeder von uns kommt grundsätzlich ohne Angst auf die Welt. Die ersten Ängste werden von den besorgten
Eltern anerzogen. Sicherlich in mancher Hinsicht sinnvoll wenn wir an die allerorts bekannte „heiße Herdplatte“ denken.

Aber jetzt mal Hand aufs Herz. Ist es sinnvoll und der Entwicklung der Kinder zuträglich Sie vor allem abzuhalten
und Ihnen immer direkt einzureden Sie können es nicht und werden sich weh tuen? Wenn ein kleines Kind das erste mal
das Klettergerüst erklimmen möchte ist natürlich die Wahrscheinlichkeit hoch das es stürzt. Diese Erfahrung ist allerdings
nötig damit es das klettern lernt.
Ihr ist es ehr angebracht zu unterstützen und Anleitung zu geben statt Ängste zu schüren. So werden die ersten
negativen Glaubenssätze beim Kind verankert. Das Schlimme ist das die Kinder es nur glauben können was die Eltern sagen.
Sie kennen ja bis dato niemand erfahreneren und klügeren. Was passiert beim nächsten Klettergerüst? Richtig. Wir alle kennen das.
Mama hat gesagt das ist gefährlich, da tue ich mir weh und außerdem bin ich zu klein dafür und kann das eh nicht.
Dieses Kind ist dann dazu verdammt nicht kelttern zu können weil die Eltern Angst haben.

Dieser Mechanismus zieht sich durch alle Bereiche des Lebens. Wenn nur genügend andere Menschen jemandem
attestieren das er etwas nicht kann oder es zu gefährlich sei lässt er es sein. Er übernimmt die Ängste anderer. Übrigens auch einer
der Gründe wieso viele lieber den Weg der Selbständigkeit gehen wollen und dann trotzdem im Angestelltenverhältnis bleiben.
Ist ja sicherer sagen sie. Viele verfolgen ihre Träume nicht weiter oder nur halbherzig weil Sie immer wieder von der Angst getrieben
werden sie könnten scheitern oder etwas verlieren. Was genau gibt es denn in den meisten Fällen zu verlieren was eine tatsächliche Angst
rechtfertigen würde?

Wenn ein Mann sich nicht traut eine für ihn attraktive Frau anzusprechen, weil er Angst hat, wovor hat er Angst?
Sicherlich nicht das sie ihm nach dem Leben trachtet, sondern eher vor der Ablehnung. Ist die Ablehnung eine Gefahr? Nein, natürlich nicht.
Bestenfalls bewundert sie seinen Mut und datet ihn. Das schlimmste ist das er alleine nach Hause geht. Allerdings weiß er jetzt woran er ist
und muss sich keine Gedanken machen was wäre wenn. Super, denn dann hat er Kapazitäten frei für wichtige Gedanken. Was kann ich als nächstes machen
wovor ich bisher Angst hatte. Denn Mut macht mutiger. Fliegen, Falschirmspringen, Fremdsprache lernen im fremden Land, sich selbstständig machen
und sehen welche Potentiale noch in einem stecken. Zudem den Typen die Grenzen zeigen die ihre Frauen schlecht behandeln anstatt nur zuzusehen
und dem unverschämten Servicepersonal sagen das ich unzufrieden bin wenn die Leistung nicht gut war.

Mut befähigt ein souveränes Leben zu führen und die eigenen Werte zu leben.
Mut befähigt wieder eigene Erfahrungen zu sammeln und Verantwortung für sich zu übernehmen.
Mut ist erlernbar und trainierbar.

Also wieso dann noch so ängstlich?

Wieso auf andere hören, wenn ich es selbst ausprobieren kann?

Wieso nicht morgen schon etwas neues versuchen?

Wieso nicht die Angst ermutigen das sie zu Mut mutiert?

Wieso nicht einfach handeln auch wenn die Angst da ist? Sie tut ja niemandem etwas.

Vielen Dank unserem Gastautor Christian Beck (https://christianbeckdus.wordpress.com)

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